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The Black Crowes: Live in Berlin (01.06., Uber Eats Music Hall, Berlin)

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The Black Crowes: Live in Berlin (01.06., Uber Eats Music Hall, Berlin)

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Viel klassischer geht nicht

Der Begriff „Classic Rock“ muss einst wohl für Bands wie die Black Crowes erfunden worden sein. Denn die 1989 von den Brüdern Chris und Rich Robinson in Atlanta, Georgia, gegründete Truppe gehörte in den 90er-Jahren zu jenen Bands, die nicht wie ehedem die Musik ihrer Vorbilder genommen und weiterentwickelt, sondern ganz bewusst versucht haben, Glanz und Gloria der Sixties und Seventies neu aufleben zu lassen, aber eben nicht zu modernisieren. Im Falle der Black Crowes waren das Helden wie die Faces oder die Rolling Stones, angereichert mit einem gehörigen Südstaaten-Schuss Soul, Gospel und Country. Was die Black Crowes aber immer schon ausgezeichnet hat, ist die Tatsache, dass sie dieses Nachempfinden und Wieder-Auflebenlassen meisterhaft wie nur wenige andere Genre-Bands beherrschen und dabei vor allem auf einen grandiosen Song- und Riffkatalog zurückgreifen können.

All das konnte man bei der mitreißenden Rock’n’Roll-Show in Berlin nun wieder am eigenen Leib erleben. Hier stimmte auch atmosphärisch einfach alles: Der Pappaufsteller von Chuck Berry am linken Bühnenrand, ein aus Vintage Amps gebautes, stufenförmiges Podest für die beiden Backing-Sängerinnen links, die Keyboads rechts und das hoch über den Köpfen der Band thronende Schlagzeug, dazu eine schmutzig lärmende Gitarrren-Breitseite, ließen keinen Zweifel daran, dass die Black Crowes nach wie vor absolute Meister ihres Faches sind. Auch können sie es sich als spielfreudige Band mit von Show zu Show wechselnden Setlists leisten, eine Hymne wie ›Wiser Time‹ wegzulassen, dafür aber sechs der zehn Songs aus dem großartigen, aktuellen Album, HAPPINESS BASTARDS, zu spielen, und auch zwei überraschende Coverversionen einzustreuen: ›White Light/White Heat‹ von Velvet Underground und den Jerry-Lee-Lewis-Fetzer ›Highschool Confidential‹ als letzte Zugabe. Ein weiteres Highlight war das Jam-Schlachtross ›Thorn In My Pride‹, bei dem auch der erst 2023 zur Band gestoßene Gitarrist Nico Bereciartua (der als Argentinier gleichsam eine andere Art Südstaaten-Herrlichkeit ins Musikerkollektiv einbringt) sich im Dialog mit Rich Robinson an den sechs Saiten völlig ausspielen durfte. Schade nur, dass die Black Crowes für ihren Classic Rock, wie er viel klassischer kaum geht, mit einer viel zu knappen Konzertlänge von exakt 90 Minuten auch eine ganz klassische Show-Länge gewählt haben.

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